Sterntaler

„Verschenkt Gold zu Weihnachten oder besonderen Anlässen.“
Diese Idee findet man auf der Homepage der Volksbank. Welches Märchen passt da nicht besser als Sterntaler? Auch sie bekommt am Ende des Märchens Gold, das allerdings vom Himmel fällt, weil sie ihr letztes Hemd an jemanden verschenkt. Würdest auch du dein letztes Hemd weggeben? Wer würde es bekommen?

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Sterntaler

Es war einmal ein kleines Mädchen, das war ganz allein auf der Welt. Es hatte nichts mehr als die Kleider, die es am Leib trug und ein Stück Brot in der Hand. So ging es in die Welt hinaus. Da begegnete ihm ein armer Mann, der sagte: „Ach, gib mir etwas zu essen. Ich bin so hungrig.“ Und das Mädchen schenkte ihm das ganze Stück Brot.

Dann kam ein Kind, das jammerte: „Mich friert. Ach, wenn ich doch etwas Warmes für meinen Kopf hätte!“ Und das Mädchen schenkte ihm seine Mütze. Nach einer Weile kam wieder ein Kind, das hatte keine Jacke an und fror. Dem schenkte das Mädchen seine Jacke. Danach bat ein Kind um ein Hemdchen. Dem schenkte das Mädchen seinen Hemd.

 

Als es dunkel wurde, gelangte das Mädchen in einen Wald. Da kam noch ein Kind und bat um ein Hemdchen. Das Mädchen dachte: „Es ist so dunkel, dass mich niemand sehen kann, dann kann ich mein Hemdchen auch verschenken. Und wie es so dastand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel und waren lauter blanke Taler. Das Mädchen hatte ein neues Hemd an von allerfeinstem Leinen. Da sammelte es die Taler hinein und hatte genug für sein ganzes Leben.

Sterntalerlesung

Im Rahmen des lebendigen Adventskalenders wurde im Dezember 2022 die nächste Station des Märchenpfads veröffentlicht: Sterntaler an der Hardegser Volksbank. Die Geschichte der Bank ist durchaus spannend, lief doch der Bankdirektor mit dem Guthaben der Bank fort oder stand der Tresor der Bank früher im Wohnzimmer des Direktors. Nah, seid ihr neugierig geworden? Dann schaut euch den Standort doch mal genauer an!

Aufgabe

Überlegt doch mal, was würdet ihr wie Sterntaler abgeben? Würdet ihr auch euer letztes Hemd weggeben?

Die Volksbank

Eine lange Geschichte

Die Hardegser Volksbank wurde am 6. Juni 1886 gegründet. Hardegsen hatte gerade mal 1095 Einwohner und davon gründeten 40 Personen (11 kamen sogar aus dem kleinen Dorf Ertinghausen) die Spar- und Darlehenskasse.  Durch die „Sparkasse“ sollten die Menschen die Möglichkeit bekommen, ihre Ersparnisse zu sichern und somit auch im Alter Geld zu haben, wenn sie nicht mehr arbeiten konnten. Die „Sparkassen“ haben aber noch keine eigenen Geschäftsräume bezogen, so wie wir es heute kennen. Die Geschäfte werden in den Wohnungen der jeweiligen Rendanten, das heißt den Geschäftsführern erledigt, zu jeder Tages- und Nachtzeit mussten sie zur Verfügung stehen. In Hardegsen war der erste Geschäftsführer der Kaufmann Herr Illemann. Dieser bekam gerade mal 50 Mark Vergütung pro Jahr.

1889 fehlte laut Kassenprüfung sogar 456,58 Mark in der Kasse. Doch man verfolgte das nicht länger, war es wohl auf dem Postweg verloren gegangen.

Im September 1898 wurde die erste Geschäftsbeziehung eingegangen, mit der Ortschaft Fredelsloh. 1968 entschied man sich aufgrund der Konkurrenz aus Göttingen für den Namen Volksbank. 1977 fusionierte die Hardegser Bank mit Moringen und Fredelsloh.

Im Jahre 1893 fasste man den Beschluss, einen feuerfesten Geldschrank für 450 Mark anzuschaffen. Allerdings hatten die Mitglieder die Sorge, dass er in den Wohnräumen sicher steht, denn man wusste nicht, ob der Holzfußboden, der Last standhielt.

1899: Der Rendant Tolle verschwindet spurlos, er veruntreute Geld, hat selbst viele Kredite aufgenommen und nimmt auf der Flucht nach Amerika sogar den Schlüssel für den Tresor mit. Der Volks- und Raiffeisenbank geht es nicht mehr gut, sie hat viel Geld verloren.

1915 wird dann ein neuer Geldschrank angeschafft, der sogar bis 1963 genutzt wurde.

1920 war es endlich so weit. Das erste eigene Büro im Hause Düker, in der Langen Straße wird bezogen. 1936 zog man in das Haus gegenüber von Illemann, aber 1938 fand erneut ein Umzug in ein Ärztehaus statt.

Nach dem Einmarsch der Amerikaner nach dem zweiten Weltkrieg weigert sich Geschäftsführer Heinrich Rabe 1945, den Tresor zu öffnen.

Seit 1952 gab es eine Torpedo-Buchungsmaschine, das heißt Kontoauszüge konnten gedruckt werden und es musste nicht mehr alles in ein Buch eingetragen werden.

In den Jahren von 1962 bis 1964 wurde das uns heute bekannte Bankgebäude gebaut. 1983/1984 sowie 2020 wurde das Gebäude umgebaut, erweitert und modernisiert. 2020 wurde in zwei Bauabschnitten das Erdgeschoss vollkommen entkernt. Es ist ein neuer Selbstbedienungsbereich und Servicepoint entstanden. In dem Hardegser Bankhaus haben heutzutage 30 Mitarbeiter ihre Arbeitsstelle.

GOLD NICHT NUR ZU WEIHNACHTEN

Das Märchen Sterntaler passt doch hervorragend zur Hardegser Volksbank. Wäre es nicht schön, wenn wie in dem Märchen Goldtaler vom Himmel fallen und die Armen beschenken würde?

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